Lesebrief an die Torgauer Zeitung, gesendet am 16.09.2021

Widersprüchliche politische Entscheidungen und Vorgehensweisen schwächen das Vertrauen  von Arbeitnehmern, Eltern und unseren Kindern, in die derzeitige Politik!

In der gestrigen Torgauer Zeitung (16.09.2021) steht  fett auf Seite 1, „Ungeimpften drohen härtere Regeln auch beim Einkauf“. Bereits diese Aussage beunruhigt und macht Angst vor kommenden Entwicklungen.

Auf Seite 4 wird’s dann heftiger, wieder fett gedruckt „Wer nicht geimpft ist, der wird suspendiert“. Dies gilt im Artikel selbst für Frankreich (Paris) und geht aus der Überschrift nicht hervor.

Dass der DGB (Seite 4 oben links) die Pläne vieler Bundesländer kritisiert, „bald keine Entschädigungen für Verdienstausfälle mehr zu zahlen, wenn Ungeimpfte in Quarantäne müssen“, ist ebenfalls schnell überlesen.
Weiter wird berichtet, „Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk, dass wäre eine „Impfpflicht durch die Hintertür“. “Im Zweifel müssten hier auch Gesundheitsdaten offengelegt werden. Viele arbeitsrechtliche Konsequenzen würden dabei nicht bedacht.“

Wenn man dann links auf Seite 7 lesen muss, die „Inzidenz sinkt weiter“, zweifelt man an der gesamten Corona-Problematik und wird im rechts gegenüberliegenden Text, „Impfzentrum mit Brandsatz beworfen“ mit den Auswirkungen konfrontiert.

Somit versteht man auch die Eltern auf Seite 17 links unten, bei ihrem „Protest gegen Impfung von Schülern“, welche so wie auch ich berechtigte Zweifel an der „Ausgereiftheit“ und Unbedenklichkeit der Impfstoffe haben.

Liest man es genau in dieser Reihenfolge, wie in der heutigen Torgauer Zeitung, so sorgen Politik, Gesundheits- und Rechtssystem derzeit für blinden Aktionismus, Unbehagen, Unsicherheit, Hilf- / Ratlosigkeit, Protest und Wut in unserer Bevölkerung.

Dies ist genau das Gegenteil von der eigentlichen Aufgabe einer Regierung, welche immer erst für geordnete Abläufe, Planungssicherheit und das Wohlbefinden seiner Bevölkerung sorgen muss!

Deshalb muss eines klar sein, wenn Arbeitnehmerrechte durch die Politik gefährdet und vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert werden müssen, Eltern sich durch eine Impfung, um die Gesundheit ihrer Kinder sorgen machen müssen und zusätzlich mediale Unruhe gestiftet wird, ist es für die gesamte Gesellschaft höchste Zeit, wieder geeint hinter den Betroffenen zu stehen!

René Bochmann

AfD-Kreisvorsitzender
AfD-Direktkandidat, für den 20. Deutschen Bundestag

Mein bisheriges und auch zukünftiges persönliches Engagement für Nordsachsen

 

Sehr geehrte Leser, sehr geehrte Damen und Herren,

aus der bisherigen politischen Arbeit und meinem langen praktischen Berufsleben entwickelten sich durch die globalen und nationalen Veränderungen in den letzten  Jahren Gedanken und Schlussfolgerungen, welche mir persönlich wichtig sind und mir als Zielsetzung dienen. Gemeinsam mit Mitgliedern unseres AfD-Kreisverbandes (Website und Facebook) und auch allein nahmen wir in unzähligen Gesprächen an Infoständen, in Informationsveranstaltungen und auf Werbetouren die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen auf.
Dabei legten wir bisher mehr als 5.000 Kilometer zurück und werden dies genau so weiterführen. Über unsere bisherigen zahlreichen Anfragen und Anträge, im Dienste unserer Bürger, können Sie sich im Dokumentationssystem (EDAS) des Sächsischen Landtages  informieren. Unsere Aktivitäten reichen von A, wie Altenpflege, über E, wie Ehrenamt und R, wie Reaktivierung, bis Z, wie Zuwanderung.
Mit der selben hervorragenden und zuverlässigen Arbeitsdokumentation unserer AfD-Landtagsabgeordneten, sowie meiner Mentorin Frau Gudrun Petzold (Website und Facebook), werde auch ich der notwendigen Transparenz meiner Aufgabenerfüllung auf dieser Seite und Facebook nachkommen. 
Was meine bisherigen und zukünftigen kritischen Aussagen zum umweltbelastenden Bau und Rückbau von Windkraftanlagen betrifft, beziehe ich mich auf die folgenden Seiten und empfehle Ihnen diese ausdrücklich:

https://pro-schurwald.com/informationen/dimension-windkraftanlagen/

https://www.energieagentur.nrw/blogs/erneuerbare/beitraege/das-fundament-von-windenergieanlagen-was-passiert-beim-rueckbau/

Um den Grund meiner Kandidatur noch besser nachvollziehen zu können, stelle ich Ihnen meine nachstehende Prioritätenliste vor. Aus meiner Sicht wäre es nicht verwunderlich, sehr geehrte Leser, wenn Sie davon den einen oder anderen Gedanken mit mir teilen. 

International werde ich mich einsetzen:

  1. Für das unverzügliche Ende der Russlandsanktionen, sowie die Fertigstellung und schnellstmögliche Inbetriebnahme von Nord Stream II
  2. Für eine Beschränkung der NATO-, und UN-Mandate unserer Bundeswehr, auf medizinische, logistische und pioniertechnische Unterstützung, sowie Lebensrettungsmissionen
  3. Für ein selbstbestimmtes und souveränes Deutschland im Herzen eines Europas der Vaterländer

National werde ich mich einsetzen:

Durch anklicken der blauen Textteile werden Sie automatisch auf eine themenbezogene Anfrage oder einen entsprechenden Antrag der Sächsischen AfD-Landtagsfraktion geleitet und können sich über unsere bisherige Arbeit informieren.

  1. Für die Stärkung der direkten Demokratie durch Bürgerentscheide nach Schweizer Vorbild besonders bei Entscheidungen welche die Steuerzahler und den Haushalt besonders belasten
  2. Für die sofortige Beendigung aller Corona-Maßnahmen und schnellstmögliche Steuerentlastung für Soloselbstständige, Kleinst- u. mittelständische Unternehmen, berufstätige Leistungsträger und Senioren unserer Gesellschaft
  3. Für Sachleistungen statt Geld für Asylbewerber und die konsequente Abschiebung unberechtigter, krimineller oder terroristischer Asylbewerber
  4. Für die schnelle Erweiterung und den Ausbau virtueller Unterrichtsmöglichkeiten durch eine leistungsfähige Netzinfrastruktur, ausreichend Endgeräte und einen diesbezüglichen Informatikunterricht für Lehrer und Schüler
  5. Für eine Grundrente von 10,- Euro monatlich pro sozial- und rentenversicherungspflichtigem Arbeits- oder Erziehungsjahr, sowie Anrechnung ehrenamtlicher Tätigkeit. (40 Arbeitsjahre = 400,- Euro Grundrente)
  6. Für die Stärkung des Ehrenamtes durch kontinuierliche Ausbildung, Ausbildungsfreistellung und mehr öffentliche Anerkennung ggf. durch Vergünstigungen. (z.B. Kostenermäßigung in Freizeit- u. Kultureinrichtungen)
  7. Für die Verkürzung der Mandatszeit von Berufspolitikern auf maximal 2 Legislaturperioden
  8. Für geringere Patentanmeldungsgebühren und die Schaffung eines Fonds, zur schnellen Umsetzung und Nutzung eingereichter Patente
  9. Für die Herabsetzung der Auflagen im Denkmalschutz, um interessierten Investoren den Kauf, die Sanierung und eine schnellstmögliche Nutzung zu ermöglichen und damit gleichzeitig Spekulation, sowie dem weiteren Verfall, entgegenzuwirken

Des Weiteren werde ich mich einsetzen:,

  1. Gegen einen Leistungsbezug (Hartz IV) bei medizinisch / familiär unbegründeter, oder vorsätzlicher Ablehnung einer zumutbaren Tätigkeit, um diese Menschen wieder in die Arbeitswelt und wertschöpfende Gesellschaft zu integrieren, sowie dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken
  2. Gegen die Weiterführung ideologiebasierender und umweltschädigender Energiepolitik (Windkraftanlagen / Solaranlagen) deren Konsequenzen in keinem Verhältnis zum betriebenen Aufwand und Nutzen stehen, sondern langfristig kostbare Acker- und Waldflächen unbrauchbar machen
  3. Gegen weiteren Flächenverkauf an ausländische Investoren
  4. Gegen die weitere Privatisierung und Veräußerung staatlicher oder Landesinfrastruktur
  5. Gegen den unverhältnismäßigen Aufwand staatlicher Mittel und die unnötige Veränderung unserer Sprache, durch die Einführung von Gender-Wörtern und -Zeichen

Regional werde ich mich einsetzen:

  1. Für die Stärkung unseres ländlichen Raumes durch gezielte Anwerbung und Ansiedlung von Unternehmen, 
    junge Ärzte, Existenzgründer, Handwerker, Informatiker, Lehrer, Pflegekräfte und weiterer dringend benötigter  Berufsgruppen
  2. Für die Stärkung der Infrastruktur durch Reaktivierung und Einbindung bisher ungenutzter und stillgelegter Bahnstrecken in den ÖPNV, sowie deren Nutzung auch im Gütertransport. Dies dient der Fahrkostenentlastung von Auszubildenden, Berufspendlern, Studenten, Senioren, sowie dem Anreiz für Erholungssuchende und  Touristen in unserer Region
  3. Für die Förderung eines kostengünstigen ÖPNV, für Auszubildende, Berufspendler, Ehrenamtler, Schüler, Studenten und Senioren
  4. Für den Ausbau und die Anpassung des Fernstraßennetzes (z.B. B 2 / B 6 / B 87) an das derzeitige und auch zukünftige Verkehrsaufkommen
  5. Für den Ausbau unseres heimischen Potenzials zur nordsächsischen Erholungs- und Urlaubsregion (nordsächsische Heidelandschaft, Seen und Flüsse)    

Sehr geehrte Damen und Herren, sollten Sie sich mit meinen eben angeführten Gedanken mengenmäßig identifizieren und durch diese auch vertreten fühlen, so bitte ich Sie zur Wahl des 20. Deutschen Bundestages, am 26.09.2021, um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme. 

So wie bisher werde ich auch zukünftig alles dafür tun, die Sorgen und Nöte aller in Nordsachsen lebenden Menschen im Deutschen Bundestag einzubringen und die damit verbundenen Aufgaben zu lösen.

An dieser Stelle bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Mitgliedern des AfD-Kreisverbandes Nordsachsen, allen Mitgliedern der Sächsischen AfD-Landtagsfraktion, den Mitgliedern der Landesgruppe Sachsen innerhalb der AfD-Bundestagsfraktion und ganz besonders, bei Frau Gudrun Petzold und ihrem Team, für die stets zuverlässige Unterstützung.

Herzlichst

René Bochmann
AfD-Kreisrat

Aktuelle Videos zu meiner Bundestagskandidatur

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle möchte ich auf die nachstehenden Videos aufmerksam machen, in denen ich die Fragen interessierter Bürger des Landkreises Nordsachsen beantworte und Sie auch Näheres, über mich als Mitbürger unseres schönen Landkreises, erfahren können.

Felice Ferrer Vargas im Interview mit René Bochmann
Teil I

Teil II

Teil III

Premiere heute Abend ab 19:00 Uhr: Rene´ Bochmann im Gespräch in Torgau an der Elbe

Mit besten Grüßen

René Bochmann
Kreisrat
Bundestagsdirektkandidat

+++Pressemitteilung+++

Zum Presseartikel „Druckventil mit Risiko“, von Herrn Hagen Rösner in der Oschatzer Allgemeinen Zeitung, vom 05.05.2021, nehme ich wie folgt Stellung:

Die Veranstaltung am vergangenen Montag in Oschatz, war friedlich, unterhaltsam und tiefgründig zugleich. Sie war ein voller Erfolg und äußerst wichtig für das Demokratieverständnis aller Anwesenden.
Unsere AfD-Landtagsabgeordnete, Frau Gudrun Petzold und mich, hat dieser offene, aber kultivierte Protest der Oschatzer Kinder, Jugendlichen, Eltern und Großeltern, gegen die überzogenen Corona-Schutzmaßnahmen, deren Auswirkungen und Einschränkungen, schlichtweg begeistert.
Denn dort, wo unzufriedene Bürger auf die Straße gehen, muss auch der Platz ihrer Volksvertreter sein!

Der sicher anders zu verstehenden Aussage von Herrn Rösner über die „lachende AfD-Oma mit Landtagsmandat“ liegt offensichtlich mangelnde journalistische Sorgfaltspflicht zugrunde, denn sonst wüsste er, dass Frau Petzold noch keine Enkelkinder hat.
Daher überrascht es auch nicht, wenn die Leserschaft, mitunter unzutreffend, abfällig von „Lügenpresse“ spricht und die Abonnenten-Zahlen vieler etablierter Zeitungen auf lange Sicht sinken.

Frau Petzold hätte bereits seit 2016 ein berechtigtes Anrecht darauf gehabt, ihren Lebensabend ruhig, geordnet und im Kreis ihrer Lieben zu gestalten. Doch nein, die politischen Umstände und Entscheidungen, sowohl in Kreis-, Landes- und Bundespolitik riefen ihr Verantwortungsbewusstsein, ihr Pflichtgefühl und ihre mütterliche Fürsorglichkeit auf den Plan. All die Ereignisse der letzten Jahre, wenn auch nicht unmittelbar zu vergleichen mit 1988/89, weckten bei ihr Ängste, Befürchtungen und Sorgen. Mit diesem Antrieb wurde sie erneut politisch aktiv und arbeitete hart und konsequent für das Erstarken ihrer Partei und für die Belange unserer Wähler. Der Erfolg gab ihr zur Landtagswahl 2019 schließlich Recht. Seit November 2017 arbeitet sie mit mir fast täglich Seite an Seite und ist eine ehrgeizige und fleißige Frau, welche ein sehr gutes Gespür für Entwicklungen, Gefahren und Stimmungen hat. So widmete sie sich in vielen Veranstaltungen und Bürgergesprächen unter anderem den Themen Windkraft und 5G-Technologie sowie den Sorgen der Landwirte, der Vertriebenen und Klein- sowie Solounternehmer. Bürger schätzen dabei ihre schnelle, kommunikative und fürsorgliche Art, wie in zahlreichen Rückmeldungen deutlich wurde. Blicke ich vor diesem Hintergrund auf die Eigenschaften meiner Großmütter zurück, so sehe ich auch hier Achtsamkeit, Behutsamkeit, Fürsorge, Güte, Liebe, Mahnung, Nachsicht, Opferbereitschaft, Trost, Vorsicht und Weitsicht.
Wenn sich also Frau Petzold zumindest durch ihren Erfahrungsschatz in die Menge der auch anwesenden Omas und Opas einreiht, hat sie nicht nur als demokratisch direkt gewählte Volksvertreterin alles richtig gemacht, nein sie erfüllt mit ihren o.g. Eigenschaften alle Kriterien einer hervorragenden Oma, welche für die Zukunft streitet und dabei auf ihre wohlverdiente Ruhe verzichtet – auch wenn sie eben noch keine Enkelkinder hat.

Dafür verdient sie, ebenso wie alle Omas und Opas, nicht nur meine Anerkennung, sondern auch den entsprechenden Respekt!

René Bochmann

AfD-Kreisvorsitzender
Kreisrat

Die Torgauer Zeitung schrieb am Mittwoch, den 21.08.2019, zu meiner Person

Quelle: https://www.torgauerzeitung.com/Artikel/default.aspx?t=NewsDetailModus(96451)

AfD-Kandidat René Bochmann im Porträt

René BochmannFoto: privat

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Nordsachsen. “Wir haben alle zum Nachdenken gebracht”, sagt René Bochmann aus Tiefensee. Der AfD-Kreisvorsitzende tritt für seine Partei als Direktkandidat im WK 35 zur Landtagswahl an.

Kreisvorsitzender seiner Partei, Mitglied im Kreistag Nordsachsen – und nun aussichtsreicher Direktkandidat für die Landtagswahl: Die politische Karriere von René Bochmann hat in den zurückliegenden Monaten rasant Fahrt aufgenommen. Einen Masterplan dafür hatte der AfD-Politiker nicht. „Es hat sich so ergeben“, sagt der groß gewachsene Brillenträger, der im Februar 1969 in Markranstädt zur Welt kam.

Aufgewachsen in Leipzig besuchte er dort die Polytechnische Oberschule. „Als Kind hatte ich einen Faible für große Baumaschinen und Kräne. Für ein Ingenieur-Studium reichten meine Schulnoten jedoch nicht aus. Dann erfuhr ich, dass man als Baupionier der NVA ebenfalls an solchen Maschinen arbeiten konnte.“

Voraussetzung war eine handwerkliche Ausbildung. Die genoss er im Verkehrs- und Tiefbaukombinat der Messestadt und verpflichtete sich anschließend. Als Berufssoldat wurde er anschließend den Grenztruppen zugeteilt. Ein schwerer Schritt. Bochmann ging ihn, „weil mir die Perspektive Baupionier wichtig war.“ Sein Großvater habe sich darauf von ihm losgesagt, weil er den Kontakt zu seinen Verwandten im Westen nicht abbrechen wollte.

Als Grenzsoldat erlebte René Bochmann nun, wie das Land, das er bewachen sollte, zusammenbrach. Teile seines Regiments waren in ständiger Alarmbereitschaft, Einsätze bei Demonstrationen schienen nicht ausgeschlossen. „Das hat uns natürlich beschäftigt und wir haben Pläne geschmiedet, dass auf dem Weg zum Einsatz auch mal ein Reifen platzen könnte“, erinnert sich der heute 50-Jährige.

Glücklicherweise kam es nicht soweit. Im Februar 1990 endete Bochmanns Armee-Zeit. „Als ich die Grenze verlassen habe, habe ich mir gesagt: nie wieder Uniform, nie wieder Partei!“ Sein Weg führte ihn zurück in seinen Ausbildungsbetrieb, der heutigen Strabag. Die Liebe verschlug ihn Mitte der 90er Jahre nach Brandenburg. Dort arbeitete er mehrere Jahre für einen großen Herzberger Baubetrieb, der unter anderem die Wohnungen im Beilroder Weizland errichtete.

Arbeit und Familie standen zu dieser Zeit vorne an. Politik verfolgte René Bochmann als Zuschauer. „Ich war mit der CDU einverstanden, auch mit dem Start von Angela Merkel.“ Privat trennte er sich von seiner Frau und sattelte wegen einer kaputten Hüfte auch beruflich um. Als Bürokaufmann arbeitete er zunächst als stellvertretender Filialleiter in Forst, bevor er nach Bad Düben zog.

„Meine Mutter brauchte zunehmend Unterstützung. Das war auf die Entfernung einfach nicht zu bewältigen“, erklärt er den Schritt, den er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin ging. Beruflich stieg er bei einem Aluminum-Betrieb in Rackwitz ein. Der belieferte unter anderem die Solar-Industrie in Deutschland.

René Bochmann erlebte, wie es dort dank des Solarbooms zunächst steil bergauf ging. Er beobachtete aber auch, wie die Lage kippte, als chinesische Hersteller den deutschen Markt aufrollten. „Warum greift hier unsere Politik nicht ein“, fragte sich Bochmann in diesen Tagen immer wieder. Doch die habe, statt zu helfen nur zugesehen.

In dieser Zeit begann der heute 50-Jährige, zunehmend politisch zu denken. „Als dann in Dresden die Spaziergänge begannen, bin ich mit einem Bekannten dorthin gefahren. Ich wollte sehen, was das für Menschen sind.“ Sein Fazit: Junge, Alte, Eltern, Singles – ganz normale Bürger.“ Es war der Beginn von Pegida.

Auf das Jahr 2015 datiert René Bochmann schließlich ein Erlebnis, das ihm den entscheidenden Anstoß gab, Politik selbst in die Hände zu nehmen: „Aus Sicherheitsbedenken war die zweite Demonstration von Legida in Leipzig kurzfristig abgesagt worden. Die Gruppe, mit der ich unterwegs war, wurde deshalb von der Polizei zurück zum Bahnhof geleitet.

Dort ließ man uns zunächst längere Zeit draußen stehen, um uns anschließend in der Osthalle festzusetzen. Via Megafon teilte uns nun ein Polizist mit, dass wir alle einen Platzverweis erhielten und erkennungsdienstlich behandelt werden sollten. Diese Erkenntnisse sollten dann den Bürgermeistern unserer Heimatgemeinden und den Arbeitgebern übermittelt werden. In diesem Moment fühlte ich mich wieder in der DDR angekommen und mir war klar, dass ich jetzt aktiv werden muss. Denn so konnte es nicht bleiben.“

Sein Großvater habe ihm mit auf den Weg gegeben, dass man allein nichts bewirken könne, sondern nur als Teil einer Bewegung, erzählt Bochmann. Auf der Suche nach einer politischen Heimat lag die AfD für ihn am nächsten. Im Dezember 2015 unterschrieb er seinen Aufnahmeantrag.

Seit 2016 ist er Mitglied der Ortsgruppe Rackwitz, die er schon bald als Ortsgruppen-Sprecher repräsentierte. Im Bundestagswahlkampf 2017 stellte der Bürokaufmann sein organisatorisches Geschick unter Beweis und hinterließ im Team des heutigen Bundestagsabgeordneten Detlev Spangenberg nachhaltigen Eindruck.

So nachhaltig, dass ihn der Kreisverband im gleichen Jahr zum Vorsitzenden wählte. Von etwas über 60 auf aktuell 104 sei die Mitgliederzahl seither gestiegen, der Kreisverband unterhalte zudem drei Bürgerbüros in Nordsachsen, schildert Bochmann einen Teil seiner Bilanz. Sein Führungsstil: nicht viel reden, sondern Probleme direkt ansprechen und lösen. Im Januar 2019 stellte ihn seine Partei schließlich auch als Direktkandidaten für die Landtagswahl auf.

Mit „leben und leben lassen“, beschreibt er seinen Politikansatz. „Wir brauchen eine leistungsgerechte Bezahlung“, fordert er mit Blick auf eigene Erfahrungen, die er in seinem Berufsleben auch in den alten Bundesländer gesammelt hat. „Es kann doch nicht sein, dass ein Helfer in Köln mehr verdient, als ein Facharbeiter in Eilenburg.“

Gleichzeitig müsste genau hingeschaut werden, ob Unternehmen von zu hohen Steuerlasten befreit werden könnten. Der AfD-Politiker sagt klar: „Wir brauchen Wettbewerb, damit sich gute Angebote herauskristallisieren können. Wir brauchen aber auch eine sozialverträgliche Marktwirtschaft.“ Er wünscht sich, „dass alle Mitglieder der Gesellschaft mehr aufeinander achten.“

Dass ganz genau darauf geachtet wird, wie sich die AfD und ihre Politiker verhalten, ist dem Landtagskandidaten wohl bewusst. Wenn Björn Höcke markig fordert, die AfD wolle sich Deutschland zurückholen, dann habe auch er Probleme mit der Tonalität, so Bochmann.

„Es gibt in allen Parteien Lautsprecher, die auch intern für geteilte Meinungen sorgen.“ Er schätze die fachlichen Qualitäten Höckes, macht der 50-Jährige klar, erkenne aber auch die großen Interpretationsspielräume in dessen Aussagen. Programmatisch sieht René Bochmann die AfD auf einer konservativen Linie: „Wir lehnen uns stark an die Ziele der CDU aus den frühen 90er Jahren an – hätte die das alles umgesetzt, gäbe es heute keine Alternative für Deutschland.“

Dass die AfD keine Übergangserscheinung ist, glaubt nicht nur ihr Landtagskandidat. Aber: „Wir sind eine junge Partei und gerade dabei uns zu festigen“, kommentiert er interne Auseinandersetzungen, wie zuletzt mit Ralph Olenizak, der mit seiner Bewerbung als Landtagskandidat gescheitert war.

„Wir brauchen jetzt Leute, die Ruhe reinbringen, nachdem es durchaus eine Zeit der Goldgräberstimmung gab, bei der Leute in die Partei kamen, weil sie sich Chancen auf Ämter ausgerechnet haben“, wünscht sich Bochmann.
Ganz und gar sicher ist er sich hingegen damit: „Die anstehende Landtagswahl ist die wichtigste in der Geschichte Sachsens!“

Auch, weil das politische Tableau eine komplette Neuausrichtung erfahren könnte. Bochmann macht seine Aussage aber nicht ausschließlich vom Wahlerfolg der AfD abhängig. „Selbst wenn wir unser Ziel verfehlen, haben wir alle Parteien zum Nachdenken gebracht. Wir haben ihnen gezeigt, dass sie wieder mit den Bürgern sprechen, ihnen vor allem zuhören müssen.“ Denn Demokratie, sagt René Bochmann, müsse jeden Tag aufs Neue erarbeitet und wenn nötig auch erkämpft werden.

Dieser Artikel macht erweckt in mir die Hoffnung, dass die objektive Berichterstattung nicht völlig verloren gegangen ist.

Es grüßt Sie herzlichst,

Rene Bochmann

AfD-Kreisvorsitzender
AfD-Kreisrat
AfD-Bundestagsdirektkandidat,
im Wahlkreis 151 Nordsachsen

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